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MiCA-FAQ: Was Gründer, Investoren und Kryptounternehmen wissen müssen

Wer benötigt den CASP-Status, was kostet er an Kapital und Monaten, warum verschwanden manche Stablecoins von EU-Börsen und gelten alte nationale Genehmigungen noch?

MiCA, kurz für Markets in Crypto-Assets, ist das EU-Gesetz, das festlegt, welche Unternehmen als Krypto-Dienstleister bzw. CASPs eine Lizenz benötigen, was Token-Emittenten offenlegen müssen und wie Kunden geschützt werden. Diese MiCA-FAQ bündelt die Fragen, die Gründer, Investoren und Compliance-Teams am häufigsten stellen, und beantwortet jede kurz und verständlich. Die Fragen folgen der Reihenfolge, in der ein Krypto-Startup oder Web3-Projekt mit den EU-Kryptoregeln in Berührung kommt: ob sie überhaupt gelten, welche Dienstleistungen eine Lizenz benötigen, wo und wie das Unternehmen gegründet wird, was Kapital und Zeit kosten und was sich im laufenden Betrieb ändert. Einen vollständigen Überblick über den Aufbau des Regelwerks bietet unsere Übersicht zur MiCA-Verordnung.

MiCA auf einen Blick: die wichtigsten Fakten

Sieben Fakten, die die meisten Fragen klären; die FAQ unten erläutert jeden davon.

Frage Kurzantwort
Was MiCA ist Das einheitliche EU-Regelwerk für Kryptowerte und die Kryptounternehmen, die damit umgehen; unmittelbar in der gesamten EU bindend und auf Verbraucherschutz ausgerichtet
Für wen sie gilt Token-Emittenten und Anbieter, Emittenten von Stablecoins sowie alle Krypto-Dienstleister (CASPs), von Börsen und Wallets bis zu Beratern
Für wen sie nicht gilt Privatanleger, Unternehmen mit digitalen Vermögenswerten auf eigene Rechnung, reine Software und Infrastruktur sowie vollständig dezentrale Protokolle
Wer beaufsichtigt Die Finanzaufsicht des Mitgliedstaats, in dem das Unternehmen registriert ist; ESMA führt das EU-weite Register
Alte nationale Lizenzen Sie liefen mit dem Übergangszeitraum aus und wurden nie in eine neue Zulassung umgewandelt
Geografische Reichweite Eine Zulassung gilt nach Mitteilung an die Heimataufsicht in jedem EU-Mitgliedstaat und den MiCA anwendenden EWR-Ländern
Mindestkapital EUR 50.000, 125.000 oder 150.000 – abhängig von den angebotenen Kryptodienstleistungen

So lesen Sie die folgenden MiCA-Antworten

Jede Antwort beginnt mit Ja, Nein oder einer Zahl, weil Menschen genau danach suchen, und verweist einmal auf die ausführliche Erklärung an anderer Stelle dieser Website. Die meisten Fragen zu MiCA hängen davon ab, auf welcher Seite einer Grenze ein Projekt liegt und was es dann zur Einhaltung von MiCA tun muss. Dies ist keine Beratung für einen Einzelfall; liegt Ihr Projekt nahe an einer solchen Grenze, lohnt sich gerade dort ein kurzes Gespräch.

MiCA ist eine Verordnung, doch die Anforderungen, die Kryptounternehmen tatsächlich befolgen, bestehen aus mehreren Ebenen: technische Standards und Leitlinien von ESMA und EBA mit den Details, nationale Gesetze zur Benennung der Aufsicht und zu Bußgeldern sowie Stellungnahmen und Q&As der Aufsichtsbehörden, die die Anwendung der Anforderungen ändern können, ohne ein Wort des Gesetzes zu ändern. Jede Ebene hat ihren eigenen Zeitplan. Deshalb kann ein Artikel von vor einigen Jahren oder eine darauf trainierte AI-Antwort selbstsicher falsch liegen, etwa bei der zuständigen Zulassungsbehörde oder der Gültigkeit einer Übergangslizenz. Wir überprüfen diese MiCA-FAQ bei jeder Änderung; der Wortlaut unten entspricht dem heutigen Stand.

Drei Prüfungen, bevor Sie einer MiCA-Antwort vertrauen

Erstens: Wird MiCA als Verordnung beschrieben, die unmittelbar in jedem Mitgliedstaat gilt? Eine Quelle, die sie als Gesetz darstellt, das jedes Land auf eigene Weise umschreibt, ist meist veraltet. Zweitens: Trennt die Antwort EU-Anforderungen von nationalen Ergänzungen? Bußgelder, Gebühren und Aufsichtsbehörden unterscheiden sich je nach Land. Drittens: Nennt sie die richtige Aufsicht? Die MiCA-Zulassung erteilt die Finanzaufsicht des Landes, in dem das Unternehmen registriert ist – nicht immer dieselbe Stelle, die die frühere nationale Registrierung führte.

Häufig gestellte Fragen zu MiCA

Was tun, wenn Ihre MiCA-Frage hier nicht beantwortet wird?

Zwanzig Antworten decken die üblichen Fälle von CASPs und Emittenten ab. Die meisten realen Fälle liegen zwischen zweien davon: eine Wallet-App, die auch Token tauscht, ein Spiel mit eigener Währung oder ein Fonds, der Krypto für Kunden hält. Zu entscheiden, auf welche Seite der Grenze ein solches Projekt fällt, ist eine Abgrenzungsfrage; ein Fehler ist in beide Richtungen teuer: Ein unnötiger Antrag kostet ein Jahr, ein fehlender schließt den EU-Markt.

Eesti Firma ist ein lizenzierter Unternehmensdienstleister, der während der Zeit nationaler Lizenzen und beim Übergang zu MiCA mit Kryptounternehmen gearbeitet hat. Wir helfen Gründern zu bestimmen, ob ein Produkt eine MiCA-Zulassung benötigt, das dahinterstehende Unternehmen zu gründen und zu führen sowie es gemeinsam mit spezialisierten Rechtsberatungspartnern auf die Prüfung durch die Aufsicht vorzubereiten. Falls Ihre Frage in dieser MiCA-FAQ nicht vorkommt oder eine Antwort eine neue Frage aufgeworfen hat, ist der nächste Schritt ein kurzes Gespräch über Ihr konkretes Produkt.

Dieser Leitfaden wurde vom Team von Eesti Firma erstellt, unter Mitwirkung von Mitgründer und Leiter Recht Ilja Nikiforov, und dient ausschließlich Informationszwecken. Die bereitgestellten Inhalte stellen keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung dar. Trotz sorgfältiger Prüfung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung können sich Gesetze und Vorschriften ändern. Für eine individuelle Rechtsberatung wenden Sie sich bitte direkt an Eesti Firma.